QSys SPC - Statistische Prozesslenkung

Die Software zur Statistischen Prozesslenkung SPC dient zur kontinuierlichen Überwachung der Fertigungsqualität. Sie setzt auf die zentrale Prüfplanung und Prüfauftragsverwaltung PPA auf. Die in diesem Produkt erstellten Prüfaufträge zeigt die SPC nach ihrem Anstarten in der Reihenfolge des Prüftermins an.

Beginnt der Anwender eine Prüfung, wird ein prüfplanspezifisches Werteerfassungsformular geöffnet. Das Erfassen der Messwerte kann manuell oder automatisch erfolgen. Die zusätzlich darstellbare Prüfskizze (oder Foto / Zeichnung / -ausschnitt), der Messwertverlauf und die ständigen Informationen über Sollwert, Merkmalstoleranzen und Messmittel unterstützen den Anwender in seiner Tätigkeit. Die Prüfreihenfolge ist freigestellt.

Wird eine Prüfung vollständig abgeschlossen, meldet die SPC den Prüfauftrag in der PPA fertig. Das Programm gestattet, Prüfungen vorzeitig abzubrechen oder zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen.

Allgemeine und artikelbezogene Stichprobenlisten enthalten aller durchgeführten Prüfungen. Einzelne Prüfungen sind mit Hilfe merkmalsbezogener Urwertkarten und stichprobenbezogener Urwertlisten zu jedem Zeitpunkt reproduzierbar. Die Statistik für jedes Merkmal des zugrunde liegenden Prüfplanes weißt die wichtigen Kennwerte wie Fehlerzahl, Mittelwert, Standardabweichung und Spannweite aus.

Zu den bekanntesten Verfahren zur statistischen Auswertung von Messwerten zählt die Qualitätsregelkarte. Die SPC bietet für variable Merkmale mit der Xq/s-Regelkarte, der Xq/R-Regelkarte und der Annahme-Regelkarte drei verschiedene Typen. Dargestellt werden der Verlauf der Mittelwerte der Stichproben in Kombination mit der Standardabweichung bzw. der Spannweite der Stichproben. Während xq-Regelkarte die Schwankung der Stichproben-Mittelwerte um den Sollwert des betreffenden Merkmals dokumentieren, liegt der Schwerpunkt der Annahme-Regelkarte bei der Einhaltung der Merkmalstoleranz.

Zur Auswertung attributiver Merkmale wurde die p-Regelkarte aufgenommen. Sie verdeutlicht den Anteil fehlerhafter Artikel pro Stichprobe.

In der grafischen Darstellung der Regelkarten können einzelnen Stichproben kurze Kommentare zur Kennzeichnung eines Prozesseingriffs hinterlegt werden.

Das Histogramm dient zur visuellen Abschätzung der Verteilungsform der Messwerte. Sowohl der eingezeichnete Sollwert und die Toleranzgrenzen des Merkmals als auch der angebotene Vergleich von Ist-Kurve mit der Soll-Kurve der Normalverteilung vereinfachen die Interpretation der Grafik.

Einen Überblick über den Fehleranteil jedes Merkmals an der Gesamtqualität des Erzeugnisses vermitteln das Pareto-Diagramm und die Fehlersammelkarte. In einfacher Form wird dem Anwender dargelegt, bei welchem Merkmal eine Verringerung der Fehlerzahl anzustreben ist, um den maximalen Nutzeffekt zu erzielen.

Integriert sind weitere Funktionen zur Beobachtung des Prüf- bzw. Herstellungsprozesses. Die Störungsliste und der Prozessverlauf gestatten Betrachtungen über die Häufigkeit und die zeitliche Entwicklung mathematischer Parameter und technologischer Aktionen. Spezielle Prüfprotokolle, welche auch vom Nutzer entworfen werden können, dokumentieren die Prüfergebnisse.

Funktionen zur Vereinbarung globaler Einstellungen und verschiedener Parameter für die statistischen Berechnungen runden den Leistungsumfang der SPC ab. Alle grafischen und tabellarischen Auswertungen können in Form von Reports an den Drucker ausgegeben werden.

In Verbindung mit dem Produkt SRV erfolgen die Verwaltung der Nutzer und deren Zugriffsrechte. Hier sind abgestufte Funktionsumfänge realisiert.

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